Über die Stiftung
Jutta Raffold und Ralf Demuth stellen in diesem Film kurz vor, was die Stiftung Leben und Arbeiten so besonders macht.
Transkription:
Die beiden Vorstände Jutta Raffold und Ralf Demuth sitzen sich gegenüber.
Sie sitzen draußen. Sie sitzen auf zwei Stühlen.
Im Hintergrund sieht man ein farbenfrohes Haus.
Jutta Raffold sitzt vom Betrachtenden aus gesehen links.
Sie hat mehrere kleine Stöckchen in der Hand.
Während des Gesprächs werden immer wieder Szenen von den drei Lebensorten gezeigt. Sie illustrieren das Gesagte anschaulich. Meist sind es Außenaufnahmen von Gebäuden und Menschen der Stiftung. Man sieht den Alltag in den Wohnbereichen oder Werkstätten.
Jutta Raffold:
„Wir sind ja drei Lebensorte. Deswegen habe ich auch drei Stöcke.
Das ist, ein total schönes Bild für die Idee, warum wir drei Lebensorte unter einem Träger vereint sind.
Da war die Frage damals:
Wie können wir eine WfbM werden?
Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung.“
(Es werden Szenen vom Parzival-Hof und vom Johannishag gezeigt.)
Jutta Raffold:
„Da war ganz klar, wir müssen 120 Plätze schaffen.
Und sowohl der Parzival-Hof als auch der Johannishag – den es damals schon gab – hatten nicht die entsprechende Platzzahl.“
Jutta Raffold:
„Und wir wollten auch nicht kooperieren mit einem Partner, der die Anthrosophie nicht in seinem Leitbild hat.
Deswegen haben sich zwei Lebensorte zusammengetan und haben einen dritten Lebensort geschaffen, das Niels-Stensen-Haus.
Was man sehen kann, ein einzelner Ort hält nicht ganz so viel aus an Anforderungen."
(Jutta Raffold nimmt einen Stock in beide Hände und zerbricht ihn)
Jutta Raffold:
„Aber wenn sie zusammen sind, dann hält das ziemlich gut.“
(Jutta Raffold nimmt drei Stöcke in beide Hände und kann sie nicht zerbrechen)
Jutta Raffold:
„Und jetzt sind wir schon ganz schön lange zusammen unterwegs.”
(Es werden Szenen vom Niels-Stensen-Haus gezeigt.)
Parzival-Hof, 40 Jahre, Johannishag in Kürze 30 Jahre, das Niels-Stensen-Haus im nächsten Jahr 15 Jahre.
Ralf Demuth:
„Lauter Jubiläen und Stiftung ist einfach toll, auch für jemand, noch nicht so lange dabei ist wie ich.
Ich bin jedes Mal wieder begeistert mit welcher Fröhlichkeit die Menschen und unsere Beschäftigten abends nach Hause gehen, unsere Betreuer.
Das ist für mich halt jedes Mal wieder toll, das anzusehen.
Jeden Abend kann man stundenlang erzählen, was einem alles so widerfahren ist an dem Tag, tollen und lustigen Ereignissen.
Ist einfach wunderbar, zu Arbeiten.“
(Es werden Szenen vom Niels-Stensen-Haus gezeigt.)
Jutta Raffold:
„Wir haben sehr unterschiedliche Lebensorte.
Von der Lage, von den Menschen. Die Angebote sind zum Teil ähnlich, zum Teil auch sehr unterschiedlich.
Parzival-Hof, das ist unser größter und ältester Lebensort. Keimzelle, wenn man so will.”
Ralf Demuth
„Ja, die Keimzelle“
(Es werden Szenen vom Parzival-Hof gezeigt.)
Jutta Raffold:
„Ich finde, bei allen Häusern ist die Lage ganz besonders.
Also der Mühlenberg, die eingestreuten Häuser, die kein abgeschlossenes Gelände haben, sondern mitten im Dorf verschiedene Häuser, die bewohnt werden, aber auch als Werkstätten genutzt werden.”
Ralf Demuth:
„Das Niels-Stensen-Haus, eine ehemalige katholische Bildungseinrichtung.”
(Es werden Szenen vom Niels-Stensen-Haus gezeigt.)
Ein bisschen sieht man das noch und merkt man es auch, aber hier sind auch total viele tolle Werkstätten.
Jutta Raffold:
„Ja und das Besondere ist ja, dass hier auch Betriebe eingemietet sind. Von außen : Die Kaffee-Rösterei Utamtsi und die Backstube am Mühlenberg, die dann inklusive Arbeitsplätze anbieten, beziehungsweise wir arbeiten mit unserer Werkstatt mit denen gemeinsam.”
Ralf Demuth:
„Für mich immer so eine Geruchsexplosion.
Bäckerei, Tischlerei und dann Utamti als Kaffee-Röster. Das ist schon Wahnsinn.“
Jutta Raffold:
„Genau, das ist eine einmalige Geruchsnote.
Und dann fehlt nur noch der Johannishag.
(Es werden Szenen vom Johannishag gezeigt.)
Der wirklich total ab vom Schuss liegt in der Wallachei im tiefsten Teufelsmoor”
Ralf Demuth:
„Aber ein ganz besonderer Lebensort”
Jutta Raffold:
„Ist ... wie Klein-Bullerbü.”
Ralf Demuth:
„Genau, das finde ich auch.”
Jutta Raffold:
„Lauter schöne bunte Holzhäuser.”
Ralf Demuth:
„Ja, viele kleine bunte Holzhäuser.”
Jutta Raffold:
„Platz für sehr sehr viele Menschen auch mit sehr besonderen Bedarfen.”
Ralf Demuth:
„Also ein besonderer Lebensort könnte auch in Schweden sein.”
Die Stiftung ist einfach Toll.
„Ein toller ein super Arbeitgeber.”
Und was ich eigentlich schon relativ früh gemerkt habe, ist es kennt kaum jemand die Stiftung.
Das ist halt das, was ich schade finde, weil wir halt so toll sind.
Wir haben tolle Produkte, haben tolle Menschen.
Und das ist das, was ich mir wünsche für die nächsten Jahre, dass wir einfach bekannter werden, dass die Menschen uns kennen, dass sie dieses Thema Öffentlichkeitsarbeit, unsere Produkte in die Welt bringen.
Vielleicht auch mal bisschen größer denken, dass wir das gut hinbekommen, dass uns das gelingt.
Ja und dass wir halt weiterhin auch tolle Mitarbeiter finden.”
Jutta Raffold:
„Mir ist es total wichtig, dass wir insgesamt, also unabhängig von der Stiftung,
aber in allen Eingliederungshilfeangeboten dazu beitragen, dass die Teilhabe dieser Menschen,
für die wir hier arbeiten, immer besser gelingt und dass sich die Gesellschaft dementsprechend auch öffnet.”
Ralf Demuth:
„Ja und die große Herausforderung ist, ich auch, wir es ja eben schon angesprochen.
Der Parzivalhof besteht seit 40 Jahren.
Auch die Bewohner sind natürlich 40 Jahre zum Teil in der Einrichtung.
Und das ist, ich, für die Zukunft eine super Herausforderung.
Wie können wir das halt auch zukünftig stellen, dass diese Menschen bei uns wohnen bleiben?
Das hat mich wirklich auch bewegt, in einer Lebensortkonferenz, dass jemand gesagt hat: „ich möchte mit den Füßen vorwärts rausgetragen werden“.
Das sicherzustellen, wenn man keine Verwandten, keine Eltern mehr hat,
dass die Menschen dann auch wirklich bei uns altern können und wir dafür Lösungen finden in Zusammenarbeit mit den Kostenträgern.”
Abspann mit dem Logo der Stiftung Leben und Arbeiten.